Der Turm der Pfarrkirche St. Georg

 

 

Besteigung

Der St.-Georg-Turm kann bestiegen werden. Er ist von
Mai bis einschließlich Oktober
samstags von 15:15 bis 17:00 geöffnet.         

Der Eintritt beträgt für

  • Erwachsene € 2,00
  • Kinder    € 1,00
  • Familien € 5,00.  

Als Eintrittskarte erhalten Sie einen Flyer mit Informationen über den Turm.

Bitte beachten Sie gewissenhaft die angegebenen Sicherheitsvorschriften.
Besonders hingewiesen wird auf folgende Punkte:  

  • Im und auf dem Turm dürfen sich gleichzeitig ma­ximal 30 Personen
    (einschließlich der Kinder) auf­halten.
  • Kinder unter 12 Jahren werden nur in Begleitung eines
    Erziehungsberechtigten zugelassen. Ein Erziehungsberechtigter darf
    maximal 2 Kinder unter 12 Jahren mitnehmen. (Für Schulklassen gilt
    eine Sonderregelung.)  

Weitere Informationen und Buchungen für Gruppen über das ⇒Pfarrbüro.  

Geschichte

Die 1494 vollendete gotische St. Georgskirche ("St. Jörg im Moos") hatte den Turm vom romanischen Vorgängerbau übernom­men. 1621 droh­te dieser Turm einzustürzen, wes­halb man ihn abbrach und 1625 einen hölzernen Turm als Dachreiter über dem Westgiebel der Kirche errichtete.                

Dieser hölzerne Turm wurde aber schon nach 35 Jahren so baufällig, dass man mit neuen Planungen begann. 1679 erhielt der Freisinger Baumeister Sebastian Zwinger den Auftrag für einen Neubau im Westen des Kirchenschiffs. Zwinger legte allerdings die Grund­mauern zu schwach aus, so dass sich der Bau neigte und nicht weitergeführt werden konnte. Nach einem vernichtenden Gutachten wurde der Stadtbaumeister von Landshut, der aus Graubünden stammende Antonio Riva, mit der Aufgabe betraut. Er riss die Fundamente wieder ab und errichtete 1681-89 den Turm, wie wir ihn heute vorfinden.

 

 

Als der Bau zwischenzeitlich aus Geldmangel stockte, war es vor allem ein Verdienst des damaligen - für St. Georg zuständigen - Domdekans Johann Franz Eckher, des späteren Frei­­singer Fürstbischofs, dass der Turm schließlich doch fertig wurde. Die Kosten betrugen 27.310 Gulden und die Rechnungen weisen 288.000 Ziegelsteine aus.

Beschreibung

Der Turm ist von besonders harmonischer Gliederung. Der namhafte Kunsthistoriker Dehio nennt ihn "einen der schönsten Barocktürme Bayerns".

 

Bis zur Kreuzspitze ist der Turm 84 m hoch.

 

Den Aussichtsumgang in einer Höhe von et­wa 45 m erreicht man nach 220 Stufen.

 

Im Erdgeschoss sind die Mauern 2,2 m stark, oberhalb des Umgangs noch 1,1 m. Die Verjüngung erfolgt absatzweise; man sieht die Absätze beim Aufstieg.

 

Beim Aufstieg kom­mt man an dem Uhrwerk aus dem 19. Jahrhundert vorbei, das heute nicht mehr in Betrieb ist. Es wurde von 3 Gewichten angetrieben, die im Turm nach unten hingen und vom Mesner täglich mit der Kurbel "aufgezogen" werden mussten.

Man kann auch einen Blick auf die hölzernen Ratschen werfen, mit denen am Karfreitag, wenn die Glocken schweigen, zum Gottesdienst gerufen wird.

 

Nachdem man die Glockenstube durchstiegen hat, gelangt man in das Turmzimmer, in die ehemalige Wohnung des Türmers, und von dort auf den Aussichtsumgang.

 

In den Nischen oberhalb des Umgangs stehen die Figuren der vier Evangelisten: Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

 

Glocken

Der Glockenstuhl hat 5 Glocken. Die Heilig-Kreuz-Glocke wird auch "die Stürmerin" genannt. Sie wurde vom Türmer bei Feueralarm geläutet. Die Vorgänger der Antonius-, Christkönig- und Josefs-Glocke wurden in den beiden Weltkriegen eingeschmolzen.

 

 

Glocke     Jahr     Masse    Ton
Hl. Kreuz     1691     2.300 kg     d1
St. Antonius     1950     1.400 kg     c1
Christkönig     1950     1.000 kg     e1
St. Josef     1950        600 kg     g1
Sterbeglocke     1694         105 kg

Katholische Pfarrei St. Georg in Freising; Text: Hans-Christoph Bartscherer; Ed: HCB; zuletzt aktualisiert am 25.07.2016

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