Prof. Gründel


Seit 1972 wohnt Prof. Dr. Johannes Gründel im Pfarrhaus in Hohenbachern und betreut seitdem ehrenamtlich die Kirchengemeinde von St. Ulrich.
Geboren wurde Johannes Gründel am 13. Mai 1929 in Ullersdorf in der Grafschaft Glatz/ Schlesien. Er wuchs auf dem Hof seiner Eltern auf. Nach dem Krieg musste die Familie wegen der 1946 einsetzenden Vertreibung ihre Heimat verlassen.
Nach Abitur und Studium der Philosophie und der Theologie in Königstein/Taunus und in München wurde Johannes Gründel 1952 im Dom zu Limburg zum Priester geweiht.

 

Am 16.03.2015 ist Prof. Dr. Johannes Gründel verstorben.

 


Er war drei Jahre lang in der Seelsorge der Diözese Limburg tätig. Von 1955 bis 1959 folgten weitere Studien in Rom und in München. 1959 promovierte er zum Dr. Theol. an der Universität in München. Danach war er von 1959 bis 1964 Assistent von Prof. Dr. Egenter am Moraltheologischen Seminar. Bereits 1964 erhielt Dr. Gründel den Ruf - zunächst als Dozent - und dann als Professor an die Phil.-Theologische Hochschule Freising.
Im Jahr 1966 habilitierte er sich an der Universität München.
Ab dem Wintersemester 1968/69 wurde Prof. Gründel als ordentlicher Professor auf den Lehrstuhl für Moraltheologie an der kath.-Theologischen Fakultät der Universität München berufen.

Bis zu seiner Emeritierung im Herst 1997 hatte er diesen Lehrstuhl inne.
Prof. Gründel genießt national und internationale Reputation auf Grund seiner beratenden Tätigkeit in verschiedenen Ethikkommissionen sowie seiner wissenschaftlichen Arbeiten.
Gründels Interesse gilt auch den Grundsatzfragen der Medizinethik und der Bioethik. Darüberhinaus wird er als profilierter Vertreter einer christlichen Verantwortungsethik betrachtet.

Werke:
Verschiedene Veröffentlichungen zur Geschichte der Moraltheologie und zu aktuellen Themen der Ethik.
Beispielhaft sei folgende Veröffentlichung genannt: "Das Wagnis der Freiheit" - Festschrift zum 70.Geburtstag von Prof. Gründel, Würzburg 1999, Echter Verlag; Hsgb. Gruber/Hintersberger


St. Ulrich in Hohenbachern; Ed: HS; zuletzt aktualisiert am 17.11.2015